Harmonie. Für alle, die MAM noch nie live gehört oder gesehen haben, gilt die Devise: "Augen zu und es ist BAP!" Wolfgang Niedecken hat es bei einem Konzert der Kölner Coverband einmal so auf den Punkt gebracht: "Es ist schon lustig, seine eigene Stimme bei jemand anderem zu hören." Die Rede ist von Sänger Klaus Drotbohm, der jetzt gemeinsam mit MAM in der ausverkauften "Harmonie" so etwas wie ein Heimspiel erlebte.
Eine Zeitreise zurück in die 80er, als BAP Musikgeschichte geschrieben hat. So las sich denn auch die Bonner Setlist: "Wenn et Bedde sich lohne däät", "Zehnter Juni" und "Südstadt, verzäll nix" gaben die Stimmung von damals eins zu eins wieder. "Verdamp lang her", "Anna" und "Ne schöne Jrooß" waren ein absolutes Muss, bevor Gründungsmitglied und Keyboarder Andreas Opitz den Stab an den neuen "Tastenmann", Markus Bergen, übergab, der sich seinerseits mit "Kristallnaach" gleich nahtlos einfügte.
Zweieinhalb Stunden mit MAM: Das ist "jraaduss", authentisch, glaubwürdig. Allein die beiden wunderbaren Zugaben "Jupp" und "Helfe kann dir keiner" wären den Eintritt schon wert gewesen.
Ulrike Strauch
Bonn, den 18.01.2010
