Gummersbach - "De Räuber" und "MAM" machten den Samstagabend beim Gummersbacher Stadtfest zu einer tollen Sause.
Den ganzen Tag über waren auf der Bühne auf dem Gummersbacher Lindenplatz kölsche Tön angesagt bei den Auftritten der beiden Gruppen „Jotdrop“ und „KBE“. Am frühen Abend ging es dann so richtig rund. Tausende bevölkerten die sonnenüberflutete Feiermeile im Herzen der Kreisstadt um die „Räuber“ in Empfang zu nehmen.
Und die fünf Musiker um Bandleader Charly Brand zeigten, warum sie im Karneval zu den angesagtesten Bands der fünften Jahreszeit gehören. Da standen Profis vor dem Mikrofon und machten rasch auch Karnvealsmuffeln klar, dass ihre musikalische Bandbreite weit über Fastelovendsschlager hinausgeht. Natürlich ging es nicht ohne Hits wie „Op dem Maat ston de Buure“, aber Country-Töne, stimmungsvolle langsame Stücke und sogar rockige Hymnen auf die kölsche Seele fehlten nicht. Gesanglich hat den Räubern der Zugang von Matthias Kalenberg absolut gut getan. Wenn der Bassist Joe Cocker oder Herbert Grönemeyer covert, johlen die Zuschauer vor Begeisterung.
Die Fans in Gummersbach waren jedenfalls begeistert von den Räubern, die sich ihrerseits sichtlich wohl fühlten. Das kölsche Happening perfekt machten am Abend dann „MAM“. Wer sie bislang noch nicht kannte, dürfte die sechs Musiker so schnell nicht vergessen. Voll mitreißender Spielfreude präsentierten sie einen BAP-Hit nach dem anderen, und wer die Augen schloss, vermochte keinen Unterschied zum Original festzustellen. Und das textsichere Publikum wurde nicht müde, die Stücke mitzusingen. Es ist „verdamp lang her“, dass in Gummersbach an einem Abend so intensiv und fröhlich gefeiert wurde.
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